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„Solange das Boot läuft, ist es mir egal, welches es ist”

Ihr Element ist das Wasser. Rudern ihre Sportart. Tabea Kuhnert ist alleine oder auch im Team im Boot unterwegs. Im Interview mit SportlerINside spricht sie darüber, wie sie vom Turnen zum Rudern gekommen ist, ihr bisher größtes sportliches Event und den Aufwand den Leistungssport mit sich bringt.

Faszination Rudern – wie bist du zu dieser Sportart gekommen und wie alt warst du?
„Zum Rudern bin ich durch zwei meiner großen Brüder gekommen. Ich wollte ihnen unbedingt nacheifern, vor allem als einer von beiden dann auf das Sportinternat in Magdeburg gewechselt ist. Zu der Zeit war ich noch Turnerin. Meine Mutter sagte dann zu mir: „Wenn du das auch machen willst, wird das beim Turnen eher schwer.“ Als ich 7 war, habe ich also mit dem Rudern angefangen.”

Einer, Zwei, Vierer oder Achter. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten deinen Sport auszuüben. Ob im Team oder als Einzelstarter. Welche Variante machst du am Liebsten und wie unterschiedlich sieht das Training bei den verschiedensten Möglichkeiten aus?
„Ich sage ganz gerne: „Solange das Boot läuft, ist es mir egal, welches es ist.“ Meiner Meinung nach hat jede Bootsklasse ihren Reiz. Der Einer ist sehr individuell und man kann sehr intensiv an sich arbeiten, ohne „gestört“ zu werden. Wenn es aber an Regatten geht, ist der mir zu einsam. Im Doppelzweier und Doppelvierer bin ich da schon besser aufgehoben. Eine besondere Herausforderung ist da, dass die Konzentration von Anfang bis Ende der Einheit konsequent hoch sein muss. Die Mannschaft muss sehr gut zusammenarbeiten, damit das Boot schnell ist. Es geht also ein bisschen weg vom Individuellen und man muss ein bisschen wie ein Chamäleon sein.”

Wie viel Aufwand bringt es für Dich mit sich, deine Sportart auf höchstem Niveau auszuüben?
„Mittlerweile würde ich sagen, dass es gar nicht so viel ist, weil es mein Alltag ist und, durch meine Sportförderung bei der Bundeswehr, in gewisser Weise auch mein Job. Aber vor allem bevor ich finanzielle Förderungen bekommen habe, hatten meine Eltern durch mich sehr hohe Ausgaben, z.B. für Trainingslager und das Internat. Jetzt bin ich nach Berlin gezogen und kann meine Miete selbst zahlen, wofür ich sehr dankbar bin. Der zeitliche Aufwand ist natürlich auch nicht zu unterschätzen. Jeden Tag 2-3 Trainingseinheiten, da bleiben andere Dinge schnell mal links liegen.”

Du bist noch jung, hast vieles vor Dir – aber blicken wir doch schon mal zurück: Welches war dein bisheriges sportliches Highlight?
„Darüber habe ich letztens erst mit einer Freundin gesprochen. Ich kann gar nicht so genau sagen, welcher Erfolg, welche Medaille und welches sportliche Ereignis mir am meisten bedeutet. Hinter jedem dieser Erfolge liegt ein steiniger Weg, es war nicht immer alles rosig. Umso stolzer bin ich auf jede einzelne Medaille, die mir zeigt, dass sich das Kämpfen lohnt. Rein vom Event her, waren die Youth Olympic Games in Buenos Aires aber schon was ganz Besonderes.”

Und, natürlich zum Abschluss: Wie formulierst Du Deinen größten persönlichen, sportlichen Wunsch?
„Ich will mir den Wunsch nach einer olympischen Medaille erfüllen und es mindestens einmal schaffen ein (für mich) perfektes Rennen abzuliefern.”

 

Bildquelle: DRV/Schwier

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