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„Meine Leidenschaft zum Korbball ist reine Familiensache”

Lisa-Marie Plich kann sich ein Leben ohne Korbball nicht vorstellen. Schon ihre Oma hat einst die Weichen gestellt, dass die folgenden Generationen dieser Sportart, die auf den ersten Blick nach einer Kombination aus Handball und Basketball anmutet, nacheifern. So wie Lisa-Marie, die mit dem TB Stöcken in der Bundeslia am Ball ist. Und ein klares Ziel vor Augen hat: Die Deutsche Meisterschaft.

Auf den ersten Blick denkt die Laiin: Die werfen mit einem Handball auf einen Basketball-Korb ohne Brett. Nimm uns doch mal mit: Was passiert beim Korbball, was ist das Besondere?
„Der Ball ist dem Handball tatsächlich ähnlich, aber der Korb ist zum Basketballkorb doch deutlich verschieden. Beim Korbball spielen zwei Mannschaften mit jeweils fünf Spielerinnen gegeneinander. Eine Spielerin aus jedem Team ist als Korbfrau durch ein andersfarbiges Trikot gekennzeichnet und hat somit in der Abwehrformation das Recht, den Drei-Meter-Halbkreis um den Korb herum zu betreten und den Wurf durch einen Sprung am Korb abzuwehren. Dabei darf sie nicht in den Korb reingreifen. Im Angriff wird sie als normale Feldspielerin angesehen.
Mit dem Ball in der Hand sind drei Schritte erlaubt, dann darf man einmal den Ball prellen (kein Dribbling erlaubt) und erneut drei Schritte gehen – bis man abspielen muss. Durch kluges Passspiel und schnelle Kombinationen versucht man eine Lücke am Kreis des Gegners zu erspielen, um dann einen gezielten Wurf an der gegnerischen Korbfrau vorbei in den Korb zu werfen. Gespielt werden in unserer Spielklasse (Bundesliga) 2 x 20 Minuten.”

Du schreibst in einem Post: “Wenn du einmal brennende Leidenschaft erfahren hast, kannst du mit lauwarm nichts mehr anfangen!” Wie ist Deine Leidenschaft für Deine Sportart entstanden entstanden?
„Meine Leidenschaft zum Korbball ist eine reine Familiensache. Schon meine Oma hat damals Korbball gespielt und somit eingeläutet, dass alle Mädchen aus meiner Familie Korbball gespielt haben oder es immer noch aktiv tun. Ich selbst könnte mir ein Leben ohne Korbball nicht mehr vorstellen.”

Im Fernsehen ist Korbball kaum zu sehen, in der mediellen Wahrnehmung kaum spürbar. Wer die Spiele des TB Stöcken verfolgen möchte kann sich bei Sportdeutschland.TV (Link s. u.) und YouTube einklicken. Nehmt Ihr diese Tatsache hin oder hast Du Ideen, wie der Korbball stärker in den Fokus rücken kann?
„Ja, ich finde auch, dass der Korbballsport leider viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Hinnehmen möchten wir das nicht so einfach, weshalb wir natürlich versuchen durch Social Media auf uns und den Sport aufmerksam zu machen. Was uns mit unserer Instagram-Seite tbs_korbball_buli zum Glück auch gut gelingt. Hier erreichen wir bereits mehr als 600 Leute. Zudem stehen wir mit der Zeitung im engen Kontakt, um während der Saison alle Interessierten zu informieren und Präsenz zu zeigen.”

Spürst Du eine gewissen “öffentliche Aufmerksamkeit”? Formulieren wir’s bildlich: Wirst Du im Supermarkt auf den Korbball angesprochen?
„Nein, angesprochen werde ich nicht. Dafür ist der Sport leider zu unbekannt. Aber eine Teamkollegin wurde beim Joggen (mit Trikot) mal von einem Passanten angesprochen, dass er unsere Artikel in der Zeitung immer mit Freude verfolgt. Das war schon sehr cool. Zudem waren wir 2019 von der Neuen Presse zur Wahl der „Mannschaft des Jahres“ nominiert. Zusammen mit namhaften Mannschaften wie Hannover 96 und den “Recken” der TSV Hannover-Burgdorf genannt zu werden, war schon ein tolles Gefühl.”

Und, natürlich zum Abschluss: Wie formulierst Du Deinen größten persönlichen, sportlichen Wunsch?
„Ganz klar mein Größtes Ziel ist es, mit meiner Mannschaft einmal Deutscher Meister zu werden! Ich bin einfach so glücklich, Teil dieses Teams zu sein und weiß, dass wir das Zeug dazu haben, diesen Titel einmal zu holen. Die Qualifikation haben wir letzte Saison schon sicher gehabt, leider wurde die Meisterschaft dann wegen Corona abgesagt. Aber das schmälert nicht unser Ziel, dies nochmal zu erreichen.”

Bildquelle: TB Stöcken Korbball

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