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„Im Laufe der Zeit habe ich dann gelernt, dass man im Laufsport mit Fleiß viel erreichen kann”

Elena Burkard ist in der Welt der Leichtathletik zu Hause. Ob Hindernis- oder Crosslauf, ob Mittel- oder Langstrecken. Egal welcher Untergrund oder Distanz Hauptsache  Laufen. Im Interview mit SportlerINside erzählt sie uns warum sie nicht im Pferdesport geblieben ist, welche Erfahrungen sie in den USA sammeln durfte und wie ihre Trainingsgestaltungen für die verschiedenen Distanzen und Untergründe aussieht. 

Du warst in der Jugend auch im Pferdesport und Sommerbiathlon aktiv. Warum hast du dich letztendlich für Hindernis- und Crosslauf entschieden?
„Der Reitsport war tatsächlich meine erste Sportart, in der ich aktiv Wettkämpfe, oder in diesem Fall Turniere, bestritten habe. Ich habe als Jugendliche unglaublich viel Zeit im Reitstall verbracht, und hatte auch mein eigenes Pony, und später Pferd. Ich war aber auch schon immer vielseitig sportlich aktiv, und habe auf diesem Weg eine Freundin in die Kinderleichtathletik begleitet. Als ich dort auch langsam mit den ersten Wettkämpfen begonnen habe, hat sich schnell herausgestellt, dass ich ziemlich wenig Talent habe für alles, was übers im Kreis rennen hinausgeht. Im Laufe der Zeit habe ich dann gelernt, dass man im Laufsport mit Fleiß viel erreichen kann, und habe mich in der Leichtathletik-Welt sehr wohl gefühlt. Im Gegensatz dazu entscheidet Pferdesport oft nur die Größe des Geldbeutels über Sieg und Niederlage. Dadurch bin ich bin mir dort zunehmend Fehl am Platze vorgekommen.
Mit Sommerbiathlon habe ich begonnen, weil mein erster Trainer noch nach einem kleinen Ausgleich neben dem reinen Lauftraining gesucht hat. Auch dort hatte ich eine unglaublich tolle Zeit, und viel Spaß. Letztendlich ist Sommerbiathlon aber leider nicht olympisch, und wird entsprechend wenig gefördert. Deshalb war es für mich immer nur ein netter Ausgleich, und ein spaßiger Wettkampf ohne zu viel Ambitionen dahinter.”

Du hast nach deinem Abitur ein Sportstipendium in den USA bekommen. Wie kam es dazu und welche Erfahrungen konntest du in den USA sammeln?
„Ich war mir nach dem Abitur nicht ganz sicher, wo die Reise hingehen soll – und habe mich nach einem Jahr Praktika für ein Studium in den USA entschieden. Im Grunde genommen wollte ich eigentlich nur die „Erfahrung Auslandssemester“ mitnehmen. Letztendlich war ich fünf Jahre an der University of San Francisco, und hatte dort die Zeit meines Lebens. Ich habe menschlich und kulturell so unglaublich viel gelernt. Diese Jahre haben meine Persönlichkeit entscheidend geprägt, und ich möchte keine Sekunde missen.”

Du bist auf den verschiedensten Distanzen (u.a.1500m, 3000m,5000m) und Untergründen (u.a.Hürden,Cross)  unterwegs. Wie sieht deine Trainingsgestaltung und -steuerung aus?
„Ich trainiere sehr viel nach Gefühl. Ich bin froh, einen Trainer zu haben, der mich jetzt schon seit 12 Jahre kennt, und selbst schon viel, viel länger im Leistungssport unterwegs ist. Wir laufen nicht verbissen nach GPS-Uhren, oder messen akribisch irgendwelche Laktat Werte, sondern hören auf den Körper. Mein Trainer lässt mir in der Trainingsgestaltung viel Freiraum. Ich hatte schon die ein oder andere Verletzung. Deshalb ist es für mich wichtig auch viel Alternativ zu trainieren – also die Ausdauer in Sportarten verbessern, die nicht so belastend für den Bewegungsapparat sind wie Laufen, wie zum Beispiel Rennrad fahren, Langlaufen, oder Aqua-Joggen. Im Grunde genommen mache ich alles gerne, wo ich mich an der frischen Luft bewegen kann.”

Wie viel Aufwand bringt es für Dich mit sich, deine Sportart auf höchstem Niveau auszuüben?
„Am Ende braucht man doch mehr Zeit, und Energie, als man zunächst vermuten mag. Zum einen braucht das reine Training natürlich sehr viel Zeit, aber vor allem auch das Logistische außen rum – auch wenn Laufen eine so schön einfache Sportart ist. Physiotherapietermine, Arzttermine, Sponsorentermine, Wettkampfplanung und Koordination… und dann komme ich aus dem ländlichen Raum, so dass das Meiste auch immer noch mit viel hin und her reisen verbunden ist. Gerade das ist in Corona Zeiten nochmal schwieriger geworden. Dadurch, dass der Zugang zu Sportstätten wenn überhaupt nur begrenzt, und nach Anmeldung möglich ist, muss man nochmal mehr Zeit aufwenden, Training und Erholung zu koordinieren, und alles aufeinander abzustimmen, und gut zu planen  .”

Und, natürlich zum Abschluss: Wie formulierst Du Deinen größten persönlichen, sportlichen Wunsch?
„Ich möchte meinen Sport bis zuletzt mit Leidenschaft und Herzblut betreiben.”

 

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