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„Ich bin glücklich, dass ich trainieren und an Wettkämpfe teilnehmen darf”

Weitsprung, Kurzsprint, Langsprint, Staffel. Lindy Ave kann alles, was mit Sprint zu tun hat. Im Interview mit SportlerINside spricht sie über ihren Trainingsalltag, warum sie mit den vielen Disziplinen eher eine Ausnahme darstellt und ihren größten sportlichen Wunsch.

Du hast beim SC Neubrandenburg sowohl Leichtathletik, als auch Schwimmen äußerst erfolgreich betrieben. Warum hast du dich dann letztendlich für die Leichtathletik entschieden?
„Ich hab mich für die Leichtathletik entschieden, weil es vor Ort war und für schwimmen hätte ich nach Stralsund oder nach Rostock fahren müssen jeden Tag das wäre mir zu weit gewesen, und zu viel weg gewesen nach der Ausbildung noch zum Training so weit zu fahren. Obwohl ich im Schwimmen immer besser war, als in der Leichtathletik. Trotzdem hab ich mich für die Leichtathletik entschieden”

100 Meter Sprint, 200 Meter Sprint und Weitsprung sind deine Hauptdisziplinen, obwohl du auch bei den Langsprints aktiv bist. Wie kam es auf die Spezialisierung der Disziplinen und ist es gewöhnlich das Sportlerinnen Sprintdistanzen und Weitsprung kombinieren oder bist du eher eine Ausnahme?
„Ich mache 100 Meter, 400Meter und die 4×100 Meter Staffel für die paralympischen Spiele in Tokio. Ich habe Weitsprung und 200 Meter Sprint schon immer gerne gemacht. Die Disziplinen ändern sich alle vier Jahre. Daher muss man sich immer neu vorbereiten. Daher habe ich mich für die genannten Disziplinen für Tokio entschieden. Ich bin eher eine Ausnahme. Ich kann alles machen, weil ich in jeder Disziplin gut bin, die mit Sprint zu tun hat.”

Durch die verschiedenen Disziplinen wirst du auch viele verschiedene Elemente trainieren müssen. Wie sieht der Trainingsalltag bei dir aus? Welche verschiedenen Elemente musst du trainieren und wie zeitlich umfassend ist es?
„Ich mache viele Technikläufe, Stabilisation und Kraft. Ich trainieren immer wieder Starts aus dem Startblock und viel Ausdauer/Sprint. Beides trainiere ich alle zwei Tage. Ausdauer und Sprint abwechselnd und zweimal die Woche Kraft und Stabilität. Jede Einheit dauert ca. 2 bis 2,5 Stunden. Vor Tokio trainiere ich zweimal pro Tag und mache zusätzlich einmal die Woche Yoga.”

2018 bei den IPC Europameisterschaften in Berlin bist du in vier Disziplinen auf das Treppchen gekommen: Gold über 400m, Silber über 100m, 200m und Weitsprung mit persönlicher Bestleistung. Um nur einige deiner Erfolge zu nennen. Was war bisher rückblickend dein größter, sportlicher Erfolg und warum?
„Mein größter Erfolg waren die paraolympischen Spiele 2016 in Rio Es ist ein Ziel, welches Jeder hat. Auch wenn ich darmals erst 18 Jahre alt war und noch keine Medaille holen konnte. Es war für mich das schönste und beste Erlebnis und Geschenk, was man mir machen konnte.”

Und, natürlich zum Abschluss: Wie formulierst Du Deinen größten persönlichen, sportlichen Wunsch?
„Mein sportlicher Wunsch ist bei den paraolympischen Spielen einmal eine Medaille zu gewinnen. Ich mache, seit ich acht Jahre alt bin Leichtathletik und ich wäre froh, wenn sich die lange Arbeit mal auszahlen würde. Ich bin glücklich das ich trainieren  und an Wettkämpfe teilnehmen darf.”,
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