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„Ich bin ein Mensch der viel Abwechslung liebt und bin deshalb in allen vier Lagen unterwegs”

Schwimmerin Gina Böttcher hat gerade ihre ersten Paralympischen Spiele in Tokio bestritten.  Im Interview mit SportlerINside spricht sie über den Moment kurz vor dem ersten Wettkampf, warum sie in so vielen verschiedenen Disziplinen unterwegs ist und ihren größten sportlichen Wunsch für die Zukunft.

Mit 12 Jahren meldete dich deine Mutter beim Schwimmen an. Du erzählst, dass es dich große Überwindung gekostet hat, weil du eigentlich totale Angst vor dem Wasser hattest. Was macht für dich nun die Faszination Schwimmen aus?
„Schwimmen ist einfach eine unglaubliche Bereicherung für mich geworden. Wenn ich schwimme denke ich nur an das Training und der Stress drum herum ist wie vergessen. Im Wasser fühle ich mich frei, so als hätte ich keine Einschränkungen und das ist für mich das was zählt.”

Du hast gerade deine erste Paralympischen Spiele in Tokio hinter dir, wofür du hart gearbeitet hast und dir damit einen großen Traum erfüllen konntest. Wie war der Moment als du kurz vor deinem ersten Wettkampf in Tokio standst und wie fällt insgesamt dein persönliches Fazit der paralympischen Spiele aus?
„Kurz vor meinem ersten Start war ich sehr nervös. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen nicht so nervös zu sein und habe mir deshalb auch eingeredet, dass es wie jeder andere Wettkampf ist. Das hat die Tage vor dem Rennen auch gut geklappt, aber kurz vor dem Start war die Nervosität trotzdem sehr hoch. Mein Fazit der Spiele in Tokio fällt insgesamt aber sehr positiv aus. Mit dem Großteil meiner Rennen bin ich zwar relativ unzufrieden, aber es war eine mega Erfahrung und ich bin sehr froh dabei gewesen sein zu können. Die Atmosphäre mit all den Sportlern zusammen war atemberaubend.”

Du bist in vielen unterschiedlichen Disziplinen unterwegs: Freistil, Rücken, Lagen, Brust und Schmetterling. Worin liegt für die der Reiz diese vielen unterschiedlichen Arten zu bestreiten und hast du eine absolute Lieblingsdisziplin?
„Ich bin ein Mensch der viel Abwechslung liebt und bin deshalb in allen vier Lagen unterwegs. Am Liebsten schwimme ich aber mittlerweile Rücken und Schmetterling.”

Du bist noch jung, hast vieles vor Dir – aber blicken wir doch schonmal zurück: Welches war dein bisheriges sportliches Highlight?
„Mein größtes sportliches Ereignis bisher waren natürlich die Paralympischen Spiele in Tokio. Insbesondere die Strecke über 50 Rücken hat mich sehr glücklich gemacht und daran denke ich immer sehr gerne zurück.”

Und, natürlich zum Abschluss: Wie formulierst Du Deinen größten persönlichen, sportlichen Wunsch?
„Mein größter persönlicher sportlicher Wunsch ist es, dass ich noch die Spiele in Paris 2024 und vielleicht noch Los Angeles 2028 miterleben kann. Ich möchte mein Bestes geben und auch die Menschen, die ebenfalls mit einer Behinderung leben und keinen Sport machen, dazu ermutigen vielleicht mit einem anzufangen, damit diese ebenfalls der Welt zeigen können was in ihnen steckt.” Bildquelle: madeira 2020 local organising committee Surftipp:

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