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„Es reizt einen jeden Tag auf das Neue und die Leute mit denen ich zusammenarbeite sind meine Familie ”

Fünf Disziplinen an einem Tag: Schwimmen, Fechten, Reiten, Laufen und Schießen: Moderner Fünfkampf. Rebecca Langrehr erzählt uns im Interview mit SportlerINside wie ihre Wettkampftag abläuft, welches ihre Lieblingsdisziplin ist und wie es um die mediale Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung in ihrer Sportart steht.

 

Faszination Moderner Fünfkampf-warum genau diese Sportart?
„Moderner Fünfkampf ist vielseitig und abwechslungsreich. Man verliert nur schwer den Spaß, weil man quasi von nicht „zu viel” macht. Bevor ich zum Fünfkampf kam, war ich bei der Leichtathletik und konnte mich nie komplett beim Training auspowern. Das ist beim Fünfkampf jeden Tag so. Ich komme nach Hause und bin froh einfach auf der Couch zu sitzen und zu wissen, was ich alles geschafft habe. Es reizt einen jeden Tag auf das Neue und die Leute mit denen ich zusammenarbeite sind meine Familie. Es macht einfach nur Spaß und glücklich!”

Moderner Fünfkampf besteht aus den Disziplinen: Schwimmen, Fechten, Reiten und das Combined aus Laufen und Schießen. Wie sieht, bei den vielen unterschiedlichen Sportarten, deine Trainingsgestaltung aus und gib es eine Sportart, die du am Liebsten trainierst?
„Klar eine Lieblingsdisziplin gibt es immer. Meine ist, auf jeden Fall, das Fechten. Die Trainingsgestaltung ist sehr abwechslungsreich. Einfach durch die verschiedenen Sportarten und diese alle an einem Tag unterzubringen. Da ist immer etwas anderes dabei. Was das Training immer wieder anders verlaufen lässt. Natürlich gibt es Sportarten auf die man mehr Fokus legt und andere, die nicht so oft trainiert werden. Das kommt aber meisten auf den Typ drauf an oder tatsächlich auf die Punkte, die man im Wettkampf für die Disziplin bekommen würde.”

Ihr habt meistens alle fünf Disziplinen an einem Tag oder Beginn am Abend vorher. Kannst du uns ein Wettkampf beschreiben. Was machst du zwischen den verschiedenen Disziplinen, wie bereitest du dich auf die unterschiedlichen Disziplinen vor. Hast du ein bestimmten Ablauf am Wettkampftag?
„Einen bestimmten Ablauf habe ich, glaube ich, gar nicht. Der Start eines Wettkampftages fängt auch meist, von der Uhrzeit her, unterschiedliche an. Ansonsten sie es so aus: Vor dem Schwimmen wird ca. zwei Stunden vorher aufgehstanden und ich dehne mich etwas bis wir dann alle frühstücken gehen ca. 1,5 Stunden vor dem Wettkampf. Nach dem Frühstück geht noch mal auf das Zimmer die letzten Sachen fertig machen und vorbereiten, wie Getränke mixen. Dann geht es mit Tasche bis zum Wettkampf. Nach dem Schwimmen esse ich meist noch eine halbe Banane oder ein Stück Riegel. Dann geht es los zum Fechten. Ich höre sehr oft Musik zwischen den Disziplinen. Wenn wir dann nach dem Fechten die Bonusrunde haben, esse ich meist etwas leicht verdauliches, aber vernünftiges. Danach müssen wir uns meist etwas beeilen, um genug Zeit zu haben den Parcour richtig abgehen zu könne. Das machen wir mit unserem Reittrainier. Ich habe immer meine Gerte dabei und schlage jeden Sprung einzeln ab – ein kleines Ritual von mir. Wenn man dann noch Zeit hat bis man reitet, kann man sich noch mal kurz ausruhen und etwas beim Reiten schauen, den Parcour weiter einprägen oder noch eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Nach dem Reite ist es fast immer etwas stressig, schnell umziehen, noch einen Energie-Gel zu sich nehmen und dann direkt einlaufen. Der wird immer nur stressig oder entspannt, vom zeitlichen her, wie der Veranstalter die Disziplinen taktet.”
Bei etlichen Sportarten ist eine Riesen-Diskrepanz zwischen Männern und Frauen festzustellen – finanziell und medial, aber auch in der – zumindest subjektiven – Wertschätzung. Spürst Du das beim Modernen Fünfkampf auch?
„Tatsächlich habe ich persönlich nicht das Gefühl. Im Schnitt sind wir Frauen genauso erfolgreich, oder erfolgreicher, meiner Meinung nach, als die Männer. Dadurch bekommen wir auch genauso die Aufmerksamkeit und müssen da nicht extrem einstecken. Auf die Frage, wie es finanziell aussieht, kann ich nur sagen, dass wir uns da selbst um die Sponsoren kümmern müssen und da spielt die Selbstvermarktung eine große Rolle. Diesbezüglich ist jeder für seine Unterstützung selbst verantwortlich. Da Moderner Fünfkampf medial einfach nicht so ansprechend ist und so gefördert wird, wie andere Sportarten. Die Wertschätzung von außen ist wie die Aufmerksamkeit fast identisch. Wir Frauen haben einen Vorteil, da wir die „Moderner Fünfkämpferin” hatten. Lena Schöneborn hat durch die Bank weg alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt und gab. Selbst olympisches Gold blieb ihr nicht vorenthalten. Wenn von uns bekannt ist, dann sie. Lena verschafft uns durch ihre Erfolge und ihr Auftreten zu großen Anteilen die Wertschätzung und Aufmerksamkeit, die wir heute bekommen.”

Und, natürlich zum Abschluss: Wie formulierst Du Deinen größten persönlichen, sportlichen Wunsch?
„Mein persönlich größter, sportlicher Wunsch ist: bei den olympischen Spielen, am liebsten natürlich, das goldene Edelmetall zu gewinnen und in den Händen tragen zu dürfen.”
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