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„Es kommt somit einzig und allein auf eine gute Bootsgeschwindigkeit und eine gute Taktik an”

Sie wurde 2014 Europameisterin und 2016 Deutsche Meisterin in der Klasse Laser-Radial. Seglerin Svenja Weger erzählt uns im Interview mit SportlerINside wie ihr das Psychologiestudium im Leistungssport hilft, warum sie sich für die Einzelklasse Laser-Radial entschieden hat und ihr Wunsch für Tokio 2021.

Faszination Segeln – wie bist du zum Segeln gekommen und im welchen Alter war das?
„Von einer Freundin deren Papa segelte auch. Der hat mich mal zum Anfängertraining mitgenommen. Da war ich knapp 6 Jahre alt.”

Du bist in der Laser-Radial Klasse 2014 Europameisterin, 2016 Deutsche Meisterin geworden und hast bei den letzten Europameisterschaften das Ticket für die olympischen Spiele 2021 gelöst. Warum hast du dich für Laser-Radial und keine andere Bootsklasse entschieden?
„Der Laser ist eine One Design Bootsklasse und wird alleine gesegelt. Das bedeutest, dass alle mit exakt demselben Material gegeneinander antreten. Es kommt somit einzig und allein auf eine gute Bootsgeschwindigkeit und eine gute Taktik an. Zudem ist der Laser physisch sehr anspruchsvoll zu segeln. All das macht ihn so reizvoll für mich!”

Leistungssport und Studentin in Psychologie. Wie bekommst du Leistungssport und Studium unter einen Hut und inwiefern hilft dir deine Studiumswahl auch beim Sport?
„Zu Zeiten zu denen viel in Kiel trainiert wird, ist es ganz gut möglich Segeln und Studium parallel nebeneinander laufen zu lassen. Viel Zeit nebenher für andere Sachen bleibt aber eben nicht mehr. Und wichtig ist es immer frühzeitig zu planen und alles durchzuorganisieren. Sonst klappt das nicht! In intensiveren Trainingsperioden wo wir viel unterwegs sind, wie zum Beispiel grade, muss ich dann gezwungenermaßen im Studium etwas kürzer treten. Das Studium auf den Sport zu übertragen ist echt interessant und man entdeckt viele Phänomene die man im Studium kennengelernt hat. Direkt helfen tut es mir aber nicht, ich arbeite trotzdem noch mit einer Sportpsychologin zusammen um mich mental optimal vorzubereiten.”

Bei etlichen Sportarten ist eine Riesen-Diskrepanz zwischen Männern und Frauen festzustellen – finanziell und medial, aber auch in der – zumindest subjektiven – Wertschätzung. Spürst Du das beim Segeln auch?
„Ja, ich denke das ist auch beim Segeln deutlich zu spüren. Im olympischen Segelsport nicht so sehr aber wenn es dann danach um den Übergang ins Profisegeln, also in Richtung Americas Cup und Volvo Ocean Race geht sind quasi nur Männer gefragt. Da hat sich jetzt in den letzten Jahren schon deutlich was geändert, trotzdem können aktuell nur die wenigsten Frauen ihren Lebensunterhalt langfristig vom Segeln bestreiten. In der Wertschätzung im olympischen Bereich ist die Diskrepanz zwischen Frauen und Männern würde ich sagen sehr gering und das ist natürlich im Vergleich zu anderen Sportarten sehr erfreulich!”

Und, natürlich zum Abschluss: Wie formulierst Du Deinen größten persönlichen, sportlichen Wunsch?
„Mein größter persönlicher sportlicher Wunsch war immer eine erfolgreiche Teilnahme bei den olympischen Spielen! Ich möchte im Sommer in Tokio alles auf den Punkt anrufen was ich zu leisten in der Lage bin und dann ist eine ganze Menge möglich!”
Bildquelle: Thomtouw
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