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„Beim Fußball wird es nie langweilig, man kann sich immer weiter verbessen”

Durch Zufall im Tor gelandet und für immer auf der Position geblieben. Fußballerin Inga Buchholz spricht im Interview mit SportlerINside über ihre Aufwand für das Medizinstudium in Kombination mit hochklassig Fußball spielen, ihre Gründe nicht in ein Sportinternat zu wechseln und ihren sportlichen Wunsch.

Nach den Stationen Havelse, Lübars, Hohen Neuendorf und Viktoria 1889 Berlin stehst du aktuell bei Turbine Potsdam II im Kasten. Warum bist du Torhüterin geworden und keine Feldspielerin?
„Ich bin bereits relativ früh in meiner Karriere, ich glaube in der D-Jugend,  im Tor gelandet. Ich glaube das Ganze ist mehr oder weniger dem Zufall geschuldet. Auf einem Turnier hat sich unser Torhüter verletzt und ich bin eingesprungen. Diese Aufgabe habe ich wohl ganz gut erfüllt und bin von dahin an einfach im Tor geblieben.”

Du hattest in der Jugend die Möglichkeit zum damaligen Zweitligisten Magdeburger FFC ins Sportinternat zu wechseln. Warum dich damals dagegen entschieden und würdest du, aus heutiger Sicht, eine andere Entscheidung treffen?
„Der Hauptgrund war, dass ich bei einem Wechsel auch von zuhause hätte ausziehen müssen. Ich bin sehr zufrieden bei meiner Familie, in der Schule, in der Landesauswahl und auch bei meinem Verein gewesen. Für mich hat in der Zeit nichts für einen Wechsel gesprochen. Im Nachhinein bin ich auch zufrieden mit der Entscheidung. Ich konnte gemeinsam mit meinen Freunden Abitur machen, bin dann mit 18 ausgezogen und spiele trotzdem seit Jahren hochklassig Fußball.”

Hochklassig Fußball spielen und Medizin studieren. Wie hast du das zeitintensive Studium und den, auch mit hohem Aufwand verbundenen, Fußball damals unter einen Hut bekommen?
„Diese Frage höre ich wohl mit am Häufigsten. Ich kann keine richtige Antwort darauf geben, ich habe es einfach gemacht. Man kann im vorhinein viel überlegen, ob dieses und jenes funktioniert wird. Man muss es einfach ausprobieren und ich habe gesehen, dass ich beide Dinge gut verbinden kann. Ganz grob gesagt bin ich von 7-17 Uhr Medizinstudentin und von 17-22 Uhr Fußballerin und damit fahre ich seit Jahren gut.”

Was fasziniert dich an der Sportart Fußball?
„Ich mag es, dass Fußball sehr vielseitig ist. Man braucht körperliche Fähigkeiten wie Ausdauer, Athletik, Koordinationsfähigkeit. Genauso ist aber Spielintelligenz oder auch Disziplin sehr wichtig. Beim Fußball wird es nie langweilig, man kann sich immer weiter verbessen.”

Und, natürlich zum Abschluss: Wie formulierst Du Deinen größten persönlichen, sportlichen Wunsch?
„Ich wünsche mir auch nach Abschluss meines Studiums im nächsten Jahr weiterhin auf einem hohen Niveau Fußball spielen zu können.”
Bildquelle: Turbine Potsdam

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